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Jeder berät gerade KI. Aber wer kann es auch nachweisen?

Seit einem Jahr passiert dasselbe in jedem zweiten Gespräch, das ich mit Geschäftsführern führe.

Sie erzählen mir von einem Berater, der ihnen versprochen hat, KI würde ihren Vertrieb revolutionieren. Drei Monate Projektlaufzeit, fünfstelliges Budget, eine schöne Präsentation — und am Ende läuft kein einziger Prozess anders als vorher.

Das ist kein Einzelfall. Das ist der Standard in einem Markt, der gerade explodiert — und in dem sich jeder, der ChatGPT bedienen kann, als KI-Experte bezeichnet.


Was gerade auf dem Markt passiert

Der KI-Beratungsmarkt wächst schneller als jeder andere Bereich in der Unternehmensberatung. Das klingt gut. Ist es aber nur bedingt.

Denn Wachstum zieht immer zweierlei an: echte Kompetenz — und Trittbrettfahrer.

Für KMU ist das ein echtes Problem. Sie haben kein internes KI-Team, das Empfehlungen gegenchecken kann. Sie haben keine IT-Abteilung, die einen schlechten Implementierungsplan erkennt. Und sie haben meistens keine zweite Chance, wenn das Budget für externe Beratung einmal verbrannt ist.


Warum Erfahrung allein nicht reicht

Ich sage das als jemand, der seit Jahren in diesem Feld arbeitet und dessen Ergebnisse messbar sind — 200+ Automatisierungen, 89.000 eingesparte Stunden, über eine Million Euro reduzierte Lohnkosten bei Kunden.


Trotzdem habe ich im April 2026 die TÜV SÜD Akademie-Prüfung zum AI Strategy & Application Expert abgelegt und bestanden. Nicht weil ich dachte, ich bräuchte das für mich. Sondern weil ich verstanden habe, dass meine Kunden ein Recht darauf haben, Kompetenz nicht nur zu erleben — sondern auch zu verifizieren.

Zertifikatsnummer Z-001176683. Nachprüfbar bei der TÜV SÜD Akademie GmbH.


Was ein seriöser KI-Berater können muss

Viele denken, KI-Beratung bedeutet: Tool empfehlen, einrichten, fertig. Das ist ungefähr so, als würde ein Unternehmensberater sagen: 'Kaufen Sie HubSpot' — und dann verschwinden.


✓ Strategie vor Technik: Welche Prozesse profitieren überhaupt von KI? Wo ist der ROI realistisch? Diese Analyse kommt vor jeder Tool-Empfehlung.

✓ Change Management: KI-Projekte scheitern zu 70% nicht an der Technologie — sondern daran, dass Mitarbeiter sie nicht nutzen. Wer das nicht mitdenkt, liefert eine teure Spielerei.

✓ Roadmap-Entwicklung: Nicht alles auf einmal. Welcher Schritt bringt zuerst Wirkung? Ein guter Berater denkt in Etappen, nicht in Gesamtkonzepten.

✓ Risikomanagement: Datenschutz, DSGVO, EU AI Act — das sind keine Randthemen. Für KMU, die KI produktiv einsetzen, können Fehler hier teuer werden.

✓ Implementierungsverantwortung: Der entscheidende Unterschied: Wer bleibt, bis es läuft — und wer verschwindet nach der Präsentation?


Was Sie bei der Beraterwahl konkret prüfen sollten

Bevor Sie einen KI-Berater beauftragen, stellen Sie diese vier Fragen:

1. Können Sie mir drei konkrete Kundenprojekte mit messbaren Ergebnissen nennen? Nicht 'wir haben bei X eine KI eingeführt' — sondern: wie viele Stunden wurden eingespart, was hat es konkret gebracht.

2. Haben Sie eine nachweisbare Qualifikation? Das muss kein TÜV-Zertifikat sein. Aber irgendetwas Verifizierbares sollte da sein — kein LinkedIn-Kurs, keine Konferenz-Teilnahme.

3. Was passiert nach dem Projekt? KI-Systeme brauchen Pflege, Anpassung, Weiterentwicklung. Wer das nicht anbietet, denkt nicht in Ihrer Zeitzone.

4. Haben Sie Erfahrung in meiner Branche oder Unternehmensgröße? KI in einem 200-Mann-Fertigungsbetrieb funktioniert anders als bei einer 12-Personen-Agentur.


Was das TÜV SÜD Zertifikat konkret bedeutet

Die TÜV SÜD Akademie ist keine Weiterbildungsplattform mit Teilnahme-Zertifikat. Sie ist eine der renommiertesten Prüforganisationen Deutschlands — und das Zertifikat wird nur nach bestandener Abschlussprüfung vergeben.

Geprüft wurde: KI-Strategie und Roadmap-Entwicklung, Change- und Kommunikationsprozesse in KI-Projekten, Stakeholder-Management, Marktanalyse, Implementierung, technologische Infrastrukturentscheidungen und Risikomanagement im KI-Ökosystem.

Für Sie als Auftraggeber bedeutet das: Sie müssen Kompetenz nicht nur im Gespräch einschätzen — Sie können sie verifizieren.


Das Fazit — direkt gesagt

KI ist kein Hype mehr. Es ist Werkzeug — und wie jedes Werkzeug kann man es falsch einsetzen.


Wenn Sie als KMU-Geschäftsführer heute einen KI-Berater suchen, haben Sie einen überfüllten Markt mit wenig Orientierung. Lassen Sie sich nicht von Buzzwords beeindrucken. Fragen Sie nach Ergebnissen. Fragen Sie nach Nachweisen.

Und wenn jemand beides liefern kann — dann lohnt sich das Gespräch.



Marc Sterzik ist Geschäftsführer von Sterzik Effizienzberatung in Stuttgart und TÜV SÜD zertifizierter AI Strategy & Application Expert (Z-001176683). Er hilft KMU dabei, KI und Automatisierung so einzuführen, dass sie wirklich wirken — nicht nur auf dem Papier.

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